Quote (FluechtlingshelferinXd @ 15 Jan 2019 13:17)
je weniger objektive gründe es für eine beobachtung durch den verfassungsschutz gibt, desto größer die chance, eine eventuell doch noch kommende beobachtung als politisch motiviert entlarven zu können, was den schaden durch diese beobachtung erheblich eindämmen würde.
allgemein wäre es schon ein riskanter schritt für die altparteien, eine partei, die rund einen von sechs wählern hinter sich hat, auf diese weise anzugreifen. vor allem wenn man bedenkt, dass es noch erheblich mehr wähler geben dürfte, die zumindest latent mit der afd und ihren zielen sympathisieren und bei den letzten wahlen schon kurz davor standen, die afd zu wählen, sich dann aber doch noch mal - aus welchen gründen auch immer - dagegen entschieden haben. wenn die afd die höckes und poggenburgs vor die tür setzt und dann dennoch ziemlich unverhohlen aus politischen und nicht aus inhaltlichen gründen vom VS beobachtet wird, wird das zumindest einen teil dieser potentiellen afd-wähler zu ihr hintreiben statt von ihr weg.
das größte problem an einer beobachtung ist und bleibt natürlich, dass dann sämtliche verbeamteten oder beim staat angestellten afd-mitglieder unter erheblichen druck gesetzt werden. auch besteht dann eine erhebliche gefahr, dass vom VS eingeschleuste U-boote gezielt nazi-parolen oder rechtsradikales gedankengut zum besten geben, um die partei in der öffentlichkeit zu diskreditieren und munition für ein parteiverbot zu liefern.