Quote (TillSchweiger @ 21 Dec 2018 15:08)
Die Zukunft ist grün oder sie ist nicht - solidarisch, ökologisch, radikaldemokratisch.
Die Auseinandersetzung um den Hambacher Wald verdeutlicht: Die Demokratisierung aller gesellschaftlichen Verhältnisse ist notwendig, damit wir als Menschheit solidarisch über unsere Lebensbedingungen verfügen können. Die Ausgestaltung eines vernünftigen Mensch-Natur-Verhältnisses lässt sich nur in Gegner*innenschaft zu denjenigen durchsetzen, die durch die Ausbeutung von Mensch und Natur profitieren. Deshalb ist es beispielsweise dringend notwendig, den Bereich der Energieversorgung zu rekommunalisieren (also: die Privatisierung zurückzunehmen), damit künftig nicht mehr der Marktlogik folgend die Interessen der Konzerneigner*innen bedient werden, sondern durch gemeinsame, demokratische Planung eine Orientierung an ökologischen Maßstäben erfolgt.
Hierfür tragen wir als Universität Verantwortung: Das Wirken von Wissenschaft und Forschung für die Realisierung der Sustainable Development Goals der UN (siehe Uni-Leitbild) ist notwendige Grundlage der Entwicklung einer humanen, ökologischen Gesellschaft und muss deshalb ausgebaut werden. Die Umsetzung der Grundrechte, des friedlichen Zusammenlebens und die Beendigung des Hungers schaffen menschenwürdige Verhältnisse für alle und ermöglichen einen sinnvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Statt für Drittmittel zu arbeiten, muss Wissenschaft daher auf die Lösung der gesellschaftlich drängenden Probleme wie Welthunger und Klimakrise hinwirken. Hierfür müssen Wissenschaft und Bildung sich von der Marktorientierung befreien.
Damit demokratische Entscheidungsprozesse und Allgemeinwohlorientierung anstatt Marktorientierung die Ausrichtung der Uni bestimmen, müssen wir eine bedarfsgerechte Finanzierung von Bildung und Wissenschaft durchsetzen. Die Schuldenbremse als in das Grundgesetz geschriebene Form von demokratie- und zukunftsfeindlicher Ideologie soll dagegen Ambitionen und positive, auf die Zunkunft ausgerichtete, Aktivität einschränken. Im AS wollen wir für ein gemeinsames Engagement aller Mitgliedergruppen gegen die Austeritätspolitik und für die Ausfinanzierung der Universität wirken.
Im Rahmen der Studienreform kämpfen wir für kritische Wissenschaft zur Bildung mündiger Persönlichkeiten, damit allgemeinwohlorientiert geforscht und gelehrt werden kann. Im Akademischen Senat setzen wir uns für ein sinnvolles, eingreifendes Studium ein, damit gesellschaftliche Zusammenhänge durchdrungen und gemeinsam verändert werden können. Hierfür müssen Restriktionen wie das „Rausprüfen“ abgeschafft werden, die auf Wettbewerb und Anpassung setzen und damit solidarische Verständigung einschränken. Zur Realisierung solidarischen Lernens muss Universität durch alle ihre Mitglieder demokratisch aus dem Wissenschaftsprozess heraus gestaltet werden. Gemeinsame Bestimmung der inhaltlichen Ausrichtung von Forschung und Lehre sind erforderliche Grundlage fortschrittlicher Entwicklung. Hierfür ist auch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen allen Mitgliedern der Universität unerlässlich, weshalb wir uns weiterhin für eine umfassende Demokratisierung der Akademischen Selbstverwaltung einsetzen, damit wir alle gemeinsam Universität gestalten können!
Um die dringend notwendigen Veränderungen in Universität und Gesellschaft voranzubringen, sind kritische Auseinandersetzung und gemeinsame Aktivität notwendig. Dafür wollen wir unter anderem im Akademischen Senat initiativ sein!
puuuuuh^
denen soll mal einer erklären, was "als Menschheit solidarisch über unsere Lebensbedingungen verfügen können" für uns bewohner der ersten welt bedeuten würde - nämlich den rückfall auf das konsumniveau und den lebensstandard von ungefähr vietnam.
auch hübsch, wie ständig von demokratisierung und solidarität gesprochen wird, obwohl aus jeder zeile das eigentliche ziel heraustrieft: "wir wollen eine öko-diktatur errichten, in denen alle nach unserer pfeife tanzen müssen."
die gegner*innenschaft gegen das pöhse pöhse "rausprüfen" an unis ist dann das tüpfelchen auf dem i.