Quote (MrTal @ 1 Nov 2018 03:07)
hab ich auch gelesen. bei allen sichtweisen, die in dem artikel spahn und dobrindt zugeschrieben werden, hab ich mir nur gedacht: ja, genau so und nicht anders.
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Dobrindt fordert eine "konservative Revolution der Bürger" als Antwort auf die "linke Revolution der Eliten". Die linken Eliten – das sind für den CSU-Landesgruppenchef der Geist der Achtundsechziger mitsamt seiner linksgrün-alternativen Enkel, und dieser Geist, so geht die Pointe, regiert auch dort, wo er nichts zu suchen hat: Er regiert sogar im Kanzleramt. Wo CDU draufsteht, ist nicht CDU drin. In ruhigen Zeiten, so darf man Dobrindt verstehen, mag das harmlos sein. Doch in Zeiten, in denen die Welt verrücktspielt, ist der linke postnationale Geist lebensgefährlich.
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Die "liberalen Eliten", so klingt es, haben eine Gesellschaft hinterlassen, die vom Moralismus zerfressen und deren Machtwille gebrochen ist. Deutschland ist weder wehrhaft, noch besitzt es eine nationale Identität. Deutschland ist nicht mehr deutsch.
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Oder, wie ein seinerzeit beliebter Vergleich besagte: Die alte Bundesrepublik glich dem antiken Eiland Ithaka im gleichnamigen Theaterstück von Botho Strauß. Von kulturlosen Barbaren besetzt, seiner Identität beraubt und in trüber Geschichtslosigkeit dumpf verdämmernd, kurz: ein Land ohne Helden, tragikvergessen und von einer Elite der "sich Gutdünkenden" beherrscht. Moral war das Opium, das die Sieger den Besiegten verabreicht hatten, um den deutschen Willen zur Macht zu brechen. Andere Nationen machten Politik; die BRD machte irgendwas Soziales.
This post was edited by Black XistenZ on Oct 31 2018 09:14pm