Quote (Black XistenZ @ 17 Sep 2018 12:30)
naja, die csu konnte bisher halt nie aufs ganze gehen.
vor der BTW 2017 hätten cdu und spd zusammen mit komfortabler mehrheit einfach weitergemacht, wenn die csu die koalition verlassen hätte. nach 2017 ging praktisch direkt der wahlkampf für die bayerische landtagswahl diesen herbst los, und wenn man zb im juni beim asylstreit aufs ganze gegangen wäre und die koalition und die fraktionsgemeinschaft mit der cdu aufgekündigt hätte, dann hätte man bei der landtagswahl wohl erhebliche verluste bei mittigen wählern gehabt, ohne garantie, dass man die rechts an die afd verlorenen wähler dadurch zurückgewinnt. in der sache hätte es im bund auch nicht viel geändert, merkel hätte eiskalt die csu durch die grünen getauscht und als juniorpartnerin von rot-grün weitergemacht. mitten in der legislaturperiode, mit miesen umfragewerten, hätten die parlamentarier der cdu das wohl auch noch hingenommen, aus angst bei neuwahlen ihr mandat zu verlieren.
die csu hat imho nur drei große fehler gemacht, die ich ihr vorwerfe.
1.: merkel erneut zur kanzlerin zu wählen. hätte man zu diesem zeitpunkt klare kante gezeigt, hätte man viel mehr hebel gehabt als wenn merkel erst mal (wieder) im amt ist.
2.: die klage gegen merkels grenzöffnung nicht eingereicht zu haben. man hätte das ganze schon im frühjahr 2016 vor gericht klären lassen müssen. zu diesem zeitpunkt war auch der abstand zur bundestagswahl noch groß genug.
3.: nicht schon im herbst/winter 2015 viel klarer gegen merkels grenzöffnung stellung bezogen zu haben. hätte die csu damals der kritik an merkels flüchtlingspolitik einen starken "brückenkopf" im etablierten politisch-medialen betrieb geboten, müsste die afd nun nicht mühsam "von aussen" das verlorengegangene terrain im öffentlichen diskurs zurückgewinnen.
sie hätten aufs ganze gehen können, um ihre glaubwürdigkeit zu behalten
aber dann wären sie nicht in der regierung--->keine dicken ministerposten
andererseits hast du recht mit merkel, ohne die csu würden da jetzt grüne minister sitzen und mehr horror geht nicht
sie haben wirklich den zeitpunkt verpasst und jetzt ist es zu spät
Quote (Black XistenZ @ 17 Sep 2018 13:28)
du meinst so wie beim volksbegehren zur abschaltung des münchner steinkohlekraftwerks, das die grünen behindert haben und das von der ÖDP durchgepeitscht werden musste?
oder so wie in hessen, wo die grünen dafür sind, einen geschützten und biologisch wertvollen alten wald abzuholen, um platz für ihre windräder zu machen?
die grünen sind längst keine ernstzunehmende umweltschutzpartei mehr. markenkern der grünen ist heute multikulti-fetischismus und gesinnungsethische politik.
hast geld verdienen vergessen