Quote (Fluechtlingshelferin @ Jun 7 2020 04:36pm)
Bitte lass das ein Witz sein, ich guck mir das Video gleich an aber ich weiß jetzt schon, dass wieder mal ein neuer Tiefpunkt erreicht sein wird. Fehlt nur noch die Frage, ob sie den totalen Krieg wollen, was für Affen...
/e ach du Scheiße... da fällt mir nur die Szene von Werner ein... "Seid ihr bereit, Kameraden, eure SCHEISSE dem FÜHRER zu OPFERRRRN?"
Natürlich nimmt man sich jeden noch so abstrakten Grund herbei, um Stress zu machen. Eine der Grundthesen dieser Art der Linken ist, dass das bestehende System grundlegend schlecht ist und ge- und zerstört werden muss, um einen Wandel herbeizuführen. Dem kann ich nicht zustimmen, ich denke es ist besser, wenn man konstruktive Veränderungen herbeiführt und möglichst wenig Schaden anrichtet (Bonuspunkte für jeden, der sich erinnert, wer noch so gedacht hat). Diese Art der Politik hat Tradition, immerhin haben diese Linken im Dienst der Soviets und auch der CIA jahrzehntelang etliche Proxy-Staaten im Kalten Krieg destabilisiert, damit die großen Powerhouses in Ruhe herrschen konnten. Und genau das machen sie auch: destabilisieren und zerstören, was anderes können sie auch nicht. Das ist für diesen Typus Linker symptomatisch, den man allgemeinhin als "Zecken" bezeichnet, es sind parasitäre Lebensformen, die von Arbeit und tatsächlichem politischen Engangement nichts wissen wollen. Ich kenne genug solcher Leute IRL und es ist eine Schande, dass tatsächliche Linke (Libertäre, Anarchisten, Umweltschützer, Tierrechtler, usw.) mit so einem Gesindel in einen Topf gerührt werden, natürlich wieder, um zu diskreditieren. Genauso wie es immer wieder rechtes Gesocks gibt, das Asylantenheime anzündet oder Judenfriedhöfe beschmiert, um die Rechten in ein schlechtes Licht zu rücken. Das hat Methode und dabei geht es längst nicht mehr um rechts oder links, sondern "oben" und "unten".
Quote (Fluechtlingshelferin @ Jun 7 2020 04:46pm)
Naja, die Angelegenheit ist etwas diffiziler. Frankreich z.B. fickt Afrika bis heute und beutet es kolonialistisch aus, da gibt es nix dran zu drehen. Egal ob Uran, Edelsteine, Öl oder gute alte Finanzwirtschaft, Frankreich (und ehemals Belgien) benimmt sich in Afrika wie Deutschland damals in Osteuropa. Frankreich bietet etlichen afrikanischen Ländern einen abgespeckten Franc als Währung an und erhebt dafür jährlich so-und-so-viel Prozent Gebühren, was nix anderes als eine Kolonialsteuer ist. Was Frankreich spart und verdient durch diese Geschäfte ist abartig, auch der Einsatz der Fremdenlegion in Algerien war mehr als fragwürdig. Tschad, Mali, Zentralafrika usw. kann ich nicht genau beurteilen, aber ganz koscher wird das auch nicht gewesen sein. Es ist auf jeden Fall Fakt, dass viele Afrikaner aus frankophonen Gebieten es so sehen, dass sie durch ihre wirtschaftlichen Beiträge zur französischen Wirtschaft auch ein Anrecht daran haben, davon zu profitieren, ergo immigrieren sie nach Frankreich. Gänzlich falsch ist das sicher nicht. Ich denke, diese Problematik lässt sich nur lösen, wenn die Lebensbedingungen, die wir hier geschaffen haben, auch ohne die tatsächliche Ausbeutung dritter Welt Länder erhalten wird. Solange anderswo die Leute im Dreck leben und wir im Wohlstand, werden die immer hier her kommen wollen, was ganz natürlich ist. Andersrum würden wir es nicht anders machen, wir haben halt Glück gehabt. Man schaue sich dazu u.a. auch die Konflikte um Edelmetalle im Transval an, die Diamantminen von Südafrika, Ölvorkommen im Ostkongo, die Verwicklung von Executive Outcomes usw. - das ist ein sehr vielschichtiges Thema das nicht so einfach abzuwimmeln ist mit "der Nescha will zu uns, weil es hier Hartz IV gibt". Andererseits kann man meiner Ansicht nach getrost jeden, der hier Gewaltverbrechen begeht, wieder zurückschicken und ein Einreiseverbot verhängen.
This post was edited by Rimanah on Jun 7 2020 09:53am