Quote (Black XistenZ @ 7 Feb 2020 19:36)
die wissen halt genau, wie fundamental es die statik der deutschen politik verschieben würde, wenn die fast überall vorhandene mehrheit für cdu-fdp-afd tatsächlich genutzt würde. dann wäre es vorbei damit, dass union und fdp immer stärker auf rot-grüne positionen eingehen müssen, selbst wenn das wahlergebnis eine rechtsverschiebung der mehrheitsverhältnisse im parlament gebracht hat.
bestes beispiel sachsen: ein stockkonservatives land mit einem der konservativsten cdu-landesverbände, vielleicht dem am weitesten rechts stehenden überhaupt. bei der wahl wird das linke lager geschwächt und das rechte lager gestärkt, cdu und afd haben zusammen fast eine zweidrittelmehrheit. dennoch "muss" die sachsen-cdu nun mit spd und zusätzlich auch noch den grünen koalieren. die sächsischen wähler wollten in summe eine konservativere politik, und bekommen stattdessen einen linksruck.
kurz gesagt: die tabuisierung der afd ermöglicht es dem linksrotgrünen lager, mehr macht auszuüben als die wähler ihnen zusprechen wollen. natürlich wie immer unter massiver schützenhilfe einer mainstreampresse mit deutlich linksgrünem einschlag.
natürlich ist eine formale koalition mit der afd noch lange tabu, und wenn wir ehrlich sind, wäre die afd aktuell auch noch nicht regierungsfähig. aber schon die reine option einer schwarz-gelben minderheitsregierung, die sich ihre mehrheit entweder bei rot-grün oder bei der afd sucht, würde rot-grün massivst entmachten und die politik in deutschland vom kopf auf den fuß stellen. und genau deshalb wird vom linksgrünen lager mit voller wucht und entschlossenheit alles aufgeboten was sie haben, um dies zu verhindern.
Wenn du wirklich nicht verstehst wieso die AfD eben keine Option darstellt, dann solltest du vielleicht mal eine Bibliothek aufsuchen und dort dir vor allem den Geschichtsteil der 20er Jahre.
Was heute als AfD beginnt, begann damals als NSDAP