Erinnert sich noch jemand an die diskussion von vor 2 monaten über eine CO2-steuer und wie sozialverträglich die doch sein könnte, wenn man die dadurch erzielten einnahmen einfach als kopfpauschale wieder an die bevökerung zurückgeben würde?
Tja, das ende vom lied ist genau das, was zu erwarten war: massive steuererhöhungen/mehrkosten, die besonders zu lasten der geringverdiener gehen.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-12/klimapaket-co2-kompromiss-energiekosten-verbraucherQuote
Sprit und Heizen etwa werden teurer, zugleich sinkt die Pauschalabgabe für Erneuerbare Energien – die EEG-Umlage. Und Pendeln wird günstiger – weil man mehr von der Steuer absetzen kann.
Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe wird jede Kilowattstunde Strom nur noch mit 5,2 Cent EEG-Umlage belastet statt 6,4 Cent wie 2019.Das entlastet einen Durchschnittshaushalt um etwa 40 Euro pro Jahr.
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Zugleich wird durch einen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne jeder Liter Benzin um zehn Cent teurer, Diesel um etwa acht Cent, auch Heizöl wird teurer. Dabei bleibt es nicht: Der CO2-Preis steigert sich bald weiter – binnen vier Jahren auf 55 Euro.
40€ entlastung pro jahr für einen durchschnittshaushalt, und in vier jahren rund 20 cent mehr spritkosten pro liter. d.h. jeder, der mehr als 200 liter sprit pro jahr verbraucht, ist alleine über die spritkosten schon im minus. dass die spritkosten auch in sämtlichen lebensmitteln und konsumgütern mit drinsteigen und diese ebenfalls durch die bank teurer machen werden, ist davon unbenommen.
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Pendlerinnen und Pendler können im Gegenzug ab 2024 ab dem 21. Kilometer acht statt wie bisher fünf Cent pro Kilometer von der Steuer absetzen. Wie viel sie dadurch am Ende noch sparen, hängt von vielen Faktoren ab. Der Verein CO2-Abgabe hat für Pkw-Pendler errechnet, dass sie bei der Steuer ab einem Jahresbrutto von 22.000 Euro schon mit der jetzigen Pendlerpauschale mehr sparen, als sie für die CO2-Abgabe zahlen müssen. Die Forscher gingen hierfür aber schon von einem Preis von 40 Euro pro Tonne CO2 aus – ein Wert, der spätestens 2024 erreicht wird. Wer weniger verdient, macht Minus – besonders die Geringverdiener, die nichts absetzen können, weil sie gar keine Steuern zahlen. Am anderen Ende steht, wer um die 100.000 Euro verdient: Derjenige spart im Schnitt 700 Euro Steuer, zahlt aber nur 120 Euro fürs CO2.
unverblümte umverteilung von unten nach oben bei der pendlerpauschale, und natürlich geringverdiener sowie sind diejenigen, die täglich knapp unter 20 kilometer pendeln, komplett in den arsch genkiffen.
alles in allem würde ich damit rechnen, dass diese CO2-steuer pro kopf pro jahr einige hundert euro an nettomehrkosten verursacht. wo geht dieses ganze geld eigentlich hin, nun, da es ja entgegen der ursprünglichen diskursgrundlage zur CO2-steuer doch nicht pauschal an die bevölkerung zurückgegeben wird?
This post was edited by Black XistenZ on Dec 16 2019 02:21pm