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Zur Person
Mutale Nkonde forscht als Fellow des Data and Society Research Institute in New York City zu Rassismus, Technologie und Politik. Sie arbeitet seit 2016 als Tech-Beraterin für die demokratische Kongressabgeordnete Yvette Clarke und entwickelt Strategien, um Algorithmen besser zu kontrollieren.
SPIEGEL ONLINE: Sie untersuchen, wie Rassismus in neuen Technologien zutage tritt. Was erkennen Sie da und was muss sich ändern?
Mutale Nkonde: Die Bürgerrechte brauchen ein Update für die Ära der künstlichen Intelligenz. In New York will ein privater Vermieter in Sozialwohnungen zum Beispiel Schlüssel gegen Gesichtserkennungssoftware austauschen. Davon sind arme, schwarze Menschen betroffen, die in Brownsville leben, einem Viertel mit historisch hohen Kriminalitäts- und Gewaltraten. Sie müssen die Überwachung akzeptieren - oder sie verlieren ihre Wohnung. Das ist nicht nur eine Verletzung von New Yorker Mietgesetzen, es werden auch ohne jegliche Kontrolle biometrische Daten gesammelt.
SPIEGEL ONLINE: Gesichtserkennung verbreitet sich nicht nur in schwarzen Communities.
Nkonde: In diesem Fall sollen die Gesichtserkennungssysteme für Wohnungen nur in schwarzen Nachbarschaften eingesetzt werden, nicht auf der Upper East Side, wo Menschen wie Donald Trump wohnen. Von den Negativ-Effekten von Technologie sind oft Communitys betroffen, die schon immer Ziel von Überwachung waren und unter Generalverdacht standen. Das reicht in den USA bis in die Sklavenzeit zurück. Algorithmische Entscheidungsfindungen bei Jobbewerbungen oder in der Strafjustiz oder auch Gesichtserkennung sind die neuen Varianten dieses Systems.
SPIEGEL ONLINE: Wie viel Rassismus steckt in Algorithmen oder den ihnen zugrunde liegenden Daten?
Nkonde:"ProPublica" hat etwa nachgewiesen, dass Afro-Amerikaner höhere Risikobewertungen erhalten als weiße Kriminelle. Es wird also eher davon ausgegangen, dass sie erneut straffällig werden, was sich wiederum auf die Strafe auswirkt. In der New Yorker Datenbank zu kriminellen Gangs sind vor allem junge schwarze Männer oder Latinos erfasst. Es reicht schon aus, auf demselben Foto wie ein Gangmitglied aufzutauchen, sich im selben Gebäude aufzuhalten oder eine bestimmte Farbe zu tragen.
Nkonde: Wir müssen "Racial Literacy" erreichen. Es muss ein Bewusstsein für Rassismus entstehen - und weiße Menschen müssen damit klarkommen, dass es unbequem ist, über Rasse zu sprechen. Ich verstehe Literacy als Fähigkeit, die sich weiterentwickelt und die man üben muss, wenn man nicht gut darin ist.
SPIEGEL ONLINE: Gab es auch positive Tendenzen?
Nkonde: Manche wollen anders über das Problem reden, weil sie glauben, dass der Begriff "Diversity" nicht spezifisch genug ist. Sie wollen die Kultur verändern, so dass über "Rasse" gesprochen werden kann und Menschen tatsächlich als "weiß" oder "schwarz" gelabelt werden.Es herrscht große Angst, Klartext zu reden.
haben die kulturbolschewisten nicht seit 60 jahren täglich gepredigt dass es keine rassen gibt?
kulturbolschewisten 2019: wir MÜSSEN über Rasse reden
e: algorithmen sind nun sexistisch und rassistisch....bruachen deshalb dringend eine geschlechtsneutrale stimme, da
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Die meisten Sprachassistenten klingen weiblich. Das kann negative Konsequenzen für die Gesellschaft haben, warnt ein Bericht.
https://www.welt.de/wirtschaft/gruenderszene/article195184199/Sprachassistent-Q-So-klingt-eine-geschlechtsneutrale-Stimme.html
This post was edited by FluechtlingshelferinXd on Jun 16 2019 12:06pm