Quote (moosedoesmeow @ 27 Feb 2018 18:15)
an der studie ist sicher was dran, trotzdem ist es einfach käse, armut ausschließlich über eine prozentuale schwelle (60% des nettomedianeinkommens oder so) zu definieren. wenn jeder einzelne mensch in deutschland entweder 1000€ mehr gehalt oder 1000€ mehr sozialleistungen im monat bekäme, würde sich nach dieser lesart das armutsrisiko kein bischen verändern. mit der quote der personen, die unter 60% des medianeinkommens liegen, misst man letztlich vor allem die einkommensspreizung.
ergänzend braucht man noch den vergleich zwischen festen lebenshaltungskosten (miete, essen, hygieneprodukte, internetanschluss) und einkünften. erst mit beiden größen, dem prozentualen und dem absoluten einkommen, kann man armut vernünftig messen.