Mit Lampen und Leuchten wollten Menschen in Berlin ein Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen. Die Polizei sprach von 30'000 Teilnehmern.
Auch in Köln zogen bereits am Samstagnachmittag nach Schätzungen der Polizei etwa 40'000 Menschen durch die Strassen – dort waren nur etwa 5000 erwartet worden. Viele Plakate richteten sich nicht nur gegen die AfD, sondern ausdrücklich auch gegen den Unionskanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU).
Merz plant Bundestagsanträge für eine deutliche Verschärfung der Migrationspolitik, für die er eine Zustimmung der rechten Partei in Kauf nehmen will. «Kein Fraktionsgeklüngel mit der AfD!» und «Niemand mag Nazis ausser Merz» stand daher auf Pappschildern der Demonstranten in Köln geschrieben.
Im bayerischen Aschaffenburg demonstrierten nach Angaben der Polizei rund 3000 Menschen gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft. Am Mittwochmittag waren in einem Park in der Stadt ein zweijähriger Junge und ein Mann getötet worden.
Tatverdächtig ist ein polizeibekannter Flüchtling aus Afghanistan. Der 28-Jährige hätte nach Behördenangaben schon vor geraumer Zeit abgeschoben werden sollen. Die Tat führte im Bundestagswahlkampf zu einer Verschärfung der Zuwanderungsdebatte.