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Jan 4 2023 01:35pm
Es war ein verhangener, dunstiger morgen in London und die Nebel der Themse lichteten sich nur langsam, als Jonah sein Kontor durch eine versteckte Hintertür betrat.
Wie immer achtete Jonah darauf, seine nächtliche Abwesenheit nicht durch Geräusche oder Licht zu verraten.
Die Tür war perfekt geölt, die Fenster dunkel verhangen.
Mit tänzerisher Anmut entledigte sich Jonah seines feinen Schwarzen Umhangs und verstaute ihn in seinem Versteck hinter einer doppelten Wand.
Neben den Umhang hängte er sein schwarzes Amulet.
Es hatte die Form eines vierzackigen Sternes und in jeder Zacke stand ein Buchstabe.
Bevor Jonah seinen edlen schwarzen Ledergürtel auf den Mahagonitisch unter den Haken, für Umhang und Amulet, drapierte zog er seinen Dolch aus der am Gürtel befestigten Scheide und legte ihn mit der Spitze zur Tür im rechten Winkel ab.
Der Dolch war aus geschwärztem Damaszenerstahl, ein Geschenk seiner Bankiersfreunde aus Venedig. Die Klinge war zweiseitig geschliffen und geschärft und mit feinen schwarzen Rosen ziseliert. Der Griff bestand aus schwarzen Ebenholz und trug den Schriftzug: "Pax eterna", "Ewiger Frieden".

Nachdem Jonah sich seiner nächtlichen Kleidung entledigt hatte, griff er zum dritten Haken an der Wand, an dem sich sein Obergewand für die tägliche Arbeit als Tuchhändler befand.
Fertig umgekleidet, verriegelte Jonah die kleine Kammer hinter der doppelten Wand, mit einem versteckten Mechanismus von außen. Ein leises klicken verriet ihm das alles seine Ordnung hatte.
Jonah holte tief Luft und verweilte für einen Moment um die vertraute Stille seines Kontors zu genießen.
Er ließ seinen Blick über die edelsten Tücher die er im Angebot hatte schweifen und ein kleines Ziehen im Bauch verriet ihm, dass er sich nach den alten Zeiten als einfacher Londoner Tuchhändler zurück sehnte.
Nach diesem Moment der Stille verließ er langsam sein Kontor.
Auf seinem Hof angekommen, blickte er zum Himmel und sah, dass die Sonne dabei war den morgendlichen Londoner Nebel an der Themse zu vertreiben.

Gemessenen Schrittes begab er sich zu seinem Wohnhaus und wurde vom Duft frischen Tees and warmen Brotes begrüßt.
"So früh schon im Lager?" fragte ihn seine Köchin.
"So früh oder so spät wer kann das sagen..." antwortete er mit einem leisen Lächeln.








Wenn die maraudierenden Banden der dunklen Bruderschaft durch die nächtlichen Gassen der dunklen Stadt streifen um die vornehmen Lagerhäuser der edlen Kaufherren zu schänden, zu plündern und nieder zu brennen, dann vor allem um die Reaktionen der Gilden und ihrer Gehilfen zu erfahren.
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