Quote (jamieleeeggers @ 12 Jul 2022 10:20)
ist ja auch völlig logisch. ein virus ist biologisch erfolgreicher wenn es sich stark verbreitet und nicht instant den Wirt killt.
dass es für solche Aussagen immer "Experten" braucht ist mir schleierhaft :wacko:
als nächstes wird herausgefunden, dass Wasser nass ist.
naja, so einfach ist es imho auch wieder nicht. was mit dem wirt passiert, nachdem er das virus weitergegeben hat, spielt für seine evolutionären chancen keine rolle. bei einem virus wie corona, wo es sehr viel präsymptomatische und asymptomatische übertragung gibt und der tod typischweise erst viele tage oder gar wochen später eintritt, gibt es keinen überragend starken evolutionären druck für das virus, weniger krankmachend zu werden.
es hat wohl eher damit zu tun, dass corona eine zoonose ist und nur deshalb so schwere verläufe beim menschen verursacht hat, weil es noch nicht gut an den menschen als wirt angepasst war. je besser es sich durch mutationen an den menschen anpasst, desto passgenauer und leichter kann es in menschliche zellen eindringen, aber desto weniger unerwünschte, krankheitsauslösende nebenwirkungen treten dabei auf.
das mit dem coronavirus, seinem spikeprotein und den infizierten zellen muss man sich imho vorstellen wie wenn jemand einen türschlüssel schlecht nachgemacht hat - man kriegt damit das schloss auf, aber es verzieht sich dabei. je besser der schlüssel passt, desto weniger schaden verursacht seine benutzung am schloss.