Quote (Plaxic @ 21 Dec 2021 14:18)
finde dieses ganze "habe x studie gefunden die y zeigt" eigentlich ziemlich kritisch, vorallem wenn es dann studien die sich immer auf den pcr wert festlegen ob eine person noch infektiös ist oder nicht.
man darf halt nicht vergessen, durch dieses ganzes "preprint" wird man mit studien bombardiert die man als laie im normfalfall erst ~1,5 jahre später sehen würd. hab schon locker 10 verschiedene studien gelesen die alles was anderes ausgesagt haben im bezug auf pcr wert infektiös, ab x schwellenwert nicht mehr ansteckend, zeitdauer. ja der große konsens war eig kaum unterschiede zwischen geimpfte und ungeimpften. dann aber auch ne interessante studie gelesen, die sowohl von geimpften als auch von ingeimpften, das virus genommen haben, zum peak level und dann versucht haben eine zelle damit zu befallen und zu dem schluss gekommen sind, dass geimpfter sehr wohl das virus weniger oft weitergeben, da antikörper schon im rachen einige rezeptoren des virus schon zerstören und somit halt weniger oft neue zellen infizieren, was ja auch zu n gewissen teil logisch klingt. dann hörste aber wieder von fachleuten/experten dass sich im rachen noch keine wirkliche abwehrreaktion stattfindet. ja was sollste jetzt glauben, daher müssen ja solche prepint studien unter review und andere studien müssen versuchen das ergebnisse zu replizieren und dann vergleicht man es in metastudien...
dann schauste/hörste auf n experten die eigentlich wirklich erklärt wie in der regel auf "impfdurchbrüche" geforscht wird und das eigentlich fast ausschließlich durch haushaltsstudien erfolgt und dieses ganze auf "schwellenwert xyz pcr test" zeug eigentlich total irrelevant ist (https://www.youtube.com/watch?v=pJHINoHFzbY&t)
Das paper mit den daten aus england, das du vor ein paar tagen in einer diskussion mit mir zitiert hattest (sorry btw dass ich darauf noch nicht eingegangen bin, wäre aufwändig und ich bin im vorweihnachtsstress

), dröselt ja sogar auf, zu welchem anteil der dämpfende effekt der impfungen auf die infektionsübertragung darauf zurückzuführen ist, dass die impfung den CT-wert verbessert, sprich die replizierung des virus unterbindet. Und dabei kam eben raus, dass im falle von doppelimpfung mit biontech gegen die delta-variante nur 27% des impfschutzes (gegen ansteckung) auf diesem wege zustande kommt.
Insofern ist der schluss, dass gleichlang positive PCR-tests (d.h. gleichviele tage, während denen der CT-wert über der kritischen schwelle liegt) keineswegs heißen muss, dass geimpfte auch tatsächlich gleich lange oder gleich stark ansteckend sind wie ungeimpfte. Die studie, die ValEy da zitiert, ist ziemlich fürn arsch, weil sie sich komplett auf einen wenig aussagekräftigen messwert (CT) bezieht. Der grundsätzliche fehlschluss ist halt, PCR-positiv mit ansteckend gleichzusetzen. Nur dass halt in regierungs- und expertenkreisen niemand dieses fass aufmachen will, weil die ehrliche message "wir wissen nicht mit sicherheit ob du ansteckend bist, aber das ist das beste diagnosetool das wir zu vergügung haben und du musst jetzt trotzdem einfach aus vorsichtsgründen in quarantäne" nicht so gut ankäme. XD