Quote (Black XistenZ @ 23 Nov 2021 19:56)
Diese grafiken zeigen vor allem eines: weder sind die intensivstationen aktuell schon wirklich überlastet, noch waren sie in den vorangegangenen wellen tatsächlich überlastet. Man konnte den anstieg der coronapatienten durch die absage oder verschiebung planbarer OPs auffangen, das sagen diese grafiken aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir im vergangenen winter ohne jegliche maßnahmen durchgekommen wären; dinge wie die schließung von diskos oder die absage von großveranstaltungen waren letzten winter wohl wirklich alternativlos. Dafür waren monatelange schul- und geschäftsschließung mit ziemlicher sicherheit unnötig.
Was die aktuelle situation angeht, ist es ähnlich: noch kann das gesundheitswesen den anstieg der corona-intensivpatienten auffangen, aber eben nicht mehr ewig lange falls die aktuellen zuwachsraten anhalten. Eine steigerung der intensivbelegung durch coronapatienten von 150 pro tag hält man nicht lange durch, da beißt die maus keinen faden ab.
Der abbau der intensivkapazität erklärt sich zumindest teilweise durch den abgang von pflegepersonal. Ausserdem wurden im März 2020, als man kurzzeitig die befürchtung hatte die coronawelle würde uns komplett überrennen und großflächig zustände wie in bergamo verursachen, die personalschlüssel für intensivbetten abgesenkt und dadurch die theoretische zahl verfügbarer betten erhöht. Man hat dann aber recht schnell gemerkt, dass die betreuung eines corona-patienten doch personalaufwändiger ist und diese anfangs rausgegebenen zahlen in der praxis nicht durchführbar sind. Durch die korrektur dieser nicht betreibbaren scheinkapazitäten hat sich auf dem papier die zahl der intensivbetten nochmals verringert.
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Die zuwachsraten in Bayern und Baden-Württemberg gehen schon seit einigen tagen runter, in Bayern wurden heute zum ersten mal seit langem niedrigere fallzahlen gemeldet als am entsprechenden tag der vorwoche - und es ist ja erst eine woche her, dass in bayern flächendeckend 2G eingeführt wurde, die verschärfungen durch den teillockdown sowie den harten lockdown in hotspots treten ja erst morgen in kraft und zeigen sich in den fallzahlen frühestens nächsten mittwoch. Was ich damit sagen will: es sieht so aus, als ob Bayern um einen flächendeckenden lockdown rumkommen kann insofern die politiker die nächsten tage nicht die nerven verlieren, BaWü dito.
in bayern auch? in österreich nämlich such, wurde aber sofort panik gemacht, wäre nur weil testungen überfordert sind, waren trotzdem 120k tests mehr registriert als gestern, mal die nächsten tage beobachten