Quote (duffman09 @ 19 Nov 2021 15:14)
Deine Forderungen gehen total an meinem Punkt vorbei.
Du behauptest, dass JEDER ungeimpfte unsolidarischer wäre als ALLE geimpften.
Greifen wir mal direkt das Beispiel von ^plaxic auf
Person A: ungeimpft, alleinlebend, macht 100% Home-Office, null Kontakte, verlässt die Wohnung nur 1x die Woche zum Einkaufen mit FFP2 Maske und duscht vorher und nachher mit Desinfektionsmittel
Person B: geimpft, trifft sich regelmäßig mit vielen verschiedenen Leuten, geht ins Restaurant/Kino, am Wochenende auf die Skipiste und danach Komasaufen beim Apres Ski
Und du willst ernsthaft behaupten, Person B verhält sich solidarischer als A??? Und A hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, auf der ICU zu landen?
Solidarität besteht eben aus mehr als nur einem zeitlich begrenzt wirksamen Medikament, welches in den Deltamuskel verabreicht wird.
Wenn du jetzt sagst "jaaaaaaaaaa, da muss man schon etwas differenzieren....", dann vielen Dank, Punkt verstanden^^
Es gibt eben nicht DIE Ungeimpften.
natürlich gibt es nicht DIE ungeimpften. dennoch ist es nun mal so, dass die ungeimpften etwas sehr entscheidendes zum kampf gegen corona beitragen könnten und in ganz vielen fällen nicht tun. sich den verdammten pieks geben lassen ist ein viel geringeres opfer als als junger mensch sein sozialleben einzuschränken.
Quote
Fun-Fact, den man dort ebenfalls ablesen kann:
Die Quote für Hospitalisierung und Tod ist sowohl bei den 18-59 als auch den 60+ jährigen ungefähr gleich
23,9 zu 23,1% und 44,8 zu 42%
Das bedeutet: Wenn es erstmal dazu gekommen ist, dass du wegen Covid ins Krankenhaus gekommen, ist die Tatsache, ob du geimpft bist, oder nicht, völlig irrelevant^^
Die Sterblichkeit liegt dann für 18-59 jährige bei 1,5% und für 60+ bei 17%
Die Impfung hilft dir also nur, diese "letzte Meile" gegebenenfalls gar nicht erst zu betreten
Das ist in der tat ein interessanter punkt. Man muss allerdings bedenken, dass vorerkrankungen und ein schlechter gesundheitszustand impfdurchbrüche stark begünstigen. In beiden altersgruppen haben jeweils die geimpften und die ungeimpften unterschiedlich schwere vorerkrankungen. Diejenigen, die die impfdurchbrüche haben, sind ein personenkreis, bei dem man (im statistischen mittel) aufgrund seiner vorerkrankungen ohne die impfung erwarten würde, dass er (im vergleich zu seinem anteil an den hospitalisierungen) überproportional bei den todesfällen auftaucht.
Der übliche ablauf ist ja nicht hospitalisiert -> tot sondern hospitalisiert -> intensiv -> tot. Und bei den intensivstationen sieht man es recht gut: die geimpften 18-59-jährigen mit impfdurchbruch landen nur etwa halb so oft auf der intensiv wie die ungeimpften ihrer altersgruppe, aber von denjenigen jungen mit impfdurchbruch, die dann doch auf intensiv landen, stirbt dann ein überproportionaler anteil. Junge ungeimpfte haben auf der intensiv eine bessere chance zu überleben als die impfdurchbrüche - und das liegt eben daran, dass die kombi "jung + impfdurchbruch + schwerer verlauf" vermehrt bei z.B. krebspatienten und so auftaucht.
Kurz gesagt: vermutlich haben die hospitalisierten mit impfdurchbruch, die keine schweren vorerkrankungen haben, tatsächlich eine reduzierte sterblichkeit, aber das wird statistisch dadurch kompensiert, dass es unter den impfdurchbrüchen zusätzlich auch vermehrt patienten mit schweren vorerkrankungen gibt, die "hoffnungslose fälle" sind.