Quote
Die Höhe des Splits steht in keiner positiven Korrelation zur Trainingserfahrung. Das heisst, dass ein Fortgeschrittener nicht automatisch mit einem Split arbeiten muss. Dieses Bild, dass man ab einem bestimmten Zeitpunkt höher splitten müsste, ist doch wirklich absoluter Nonsense und ich bins irgend wie leid das ständig hier zu lesen. Es gibt zig Systeme, die für erfahrene Athleten ausgerichtet sind und mit Ganzkörperplänen arbeiten. Was ist z.B. mit HIT oder PITT? Ganzkörperpläne für 2-3x die Woche sind da eher Regel, als die Ausnahme.
Gleiches gilt für "das Training der alten Champions". Splitprogamme sind doch erst im Zuge des Steroidkonsums aufgekommen. Vorher hat man mit GKs und 2er Splits gearbeitet, weil niemand den Grund gesehen hat den Muskel lediglich alle 7 Tage zu trainieren.
Das beste Beispiel ist aber HFT. Wie kann es sein, dass mit HFT erfahrene Leute TÄGLICH Ganzkörperpläne durchziehen können ohne ins Übertraining zu kommen und noch dazu Muskeln aufzubauen? Nach eurer Logik wäre dies ja überhaupt nicht möglich, da man ja "die Intensität so hoch wird und die Regeneration so lange braucht". Hmm, komisch, was?
Die Sache ist, dass euch überhaupt nicht mal in den Sinn kommt, dass die meisten Leute überhaupt splitten, weil sie einfach viel zu viel im Training machen. Irgend wie ist den meisten Leuten nicht bewusst, dass man keine 12 Sätze pro Muskelgruppe braucht, um zu wachsen. Sie jagen die Ermüdung, aber nicht unbedingt die Performance. Sie wollen sich "auspowern" und den Muskel "richtig fertig machen" und absolvieren deshalb Übungsmarathons. Natürlich sind die dann müde, erschöpft und brauchen auch ne längere Regeneration. Ist ja klar. Ist das denn aber überhaupt nötig?
Nein, eben nicht. Es gibt zig Studien zum Thema, die belegen, dass 1-3 Sätze schon ausreichen, um optimales Muskelwachstum zu erzeugen. Wenn man nun nur 1 Satz pro Übung macht, erholt sich der Muskel natürlich auch viel schneller und man kann ihn eben nach kürzerer Pause wieder trainieren. Ist doch auch logisch. Das Problem ist nur, dass das Dogma im Sport so groß ist, dass "viel hilft viel", dass es kaum Meinungsführer gibt, die eben auch mal das Gegenteil machen. Des weiteren wird eben immer nach den Trainingsplänen von Top-Athleten mit 20 Jahren Trainingserfahrung und übertriebenem Steroidkonsum geschaut. Vielleicht braucht ein Ronny Coleman einen 6er Split... Wer weiß. Ist mir auch egal, da dies für mich keine Referenz ist (und auch für euch keine sein sollte).
Zitat Domnl
Aufschlussreich imo