Quote (droll @ 17 Mar 2021 20:46)
Wir sind im Wahljahr. Wenn die Wahlen 2019 gewesen wären, hätten die doch ganz anders und vor allem radikaler agiert. Dieses schwammige geblubber resultiert doch nur daraus, dass
unsere Vortänzer es sich nicht komplett versauen wollen aber selbst daran scheitern die kläglich.
Das dieses Astra Zeugs aus dem Rennen genommen wurde ist wohl der schlechteste Move in dieser ganzen Lächerlichkeit gewesen.
Wie viel % sind an einer Trombose gestorben?! 0,002%.. WTF Wie viel Leben jetzt wohl dafür eingetauscht werden.
Dazu kommt noch
Impfgegnern recht geben CHECK
Nachbarländer verunsichern CHECK
Malle offen machen CHECK
Vor den Osterferien Schulen öffnen CHECK
Dank Planlosigkeit in tiefe Rezession stürzen CHECK
mir fehlen da echt die Worte.
der punkt ist doch folgender: egal wie hart die deutsche regierung, hypothetisch befreit von irgendwelchen politischen zwängen durch nahende wahlen, auch immer dichtgemacht hätte, wir hätte nach dem megasuperüberknallhart-lockdown trotzdem in kürzester zeit aus den nachbarländern wieder hohe inzidenzen eingeschleppt. solange sich nicht ganz europa auf eine eliminationsstrategie einigt, ist es völlig vergebene liebesmühe, als einzelnes land china/australien/neuseeland nachzueifern.
im endeffekt war die von deutschland gewählte strategie imho in unserer lage die richtige: die infektionszahlen niedrig genug halten um das gesundheitssystem nicht zu überlasten, ansonsten aber soviel leben wie möglich wagen. man hat diese strategie nur unfassbar schlecht umgesetzt.
in frankreich beispielsweise sind seit bald 2 monaten die fallzahlen (trotz steigendem mutantenanteil) konstant trotz offener schuler - bei uns scheinbar nicht möglich. geschäfte, gyms und co sind auch nicht der große pandemietreiber, sie zu schließen verursacht nur großen wirtschaftlichen schaden und erheblichen unmut bei der bevölkerung. eine echte homeffice-
pflicht für bürojobs scheint hingegen ein ding der unmöglichkeit für unsere regierung. dass man am tag X, an dem man öffnungen wagt, unmengen schnelltests benötigen wird, hat man scheinbar ebenso nicht kommen sehen. oder dass man bis kurz vor weihnachten die altersheime nicht nennenswert geschützt hat und folglich von november bis januar exorbitant hohe sterblichkeit bei den Ü80 hatte trotz lockdown. oder dass wir heute, ein jahr nach beginn des ersten lockdowns, immer noch nicht wissen wo genau die infektionen eigentlich stattfinden und wo eher nicht. und so weiter und so fort.

es ist imho nicht so, dass unsere regierung mit einer unlösbaren situation konfrontiert war, in der sie nur verlieren konnte - man hätte das alles halbwegs gut regeln können. stattdessen hat man jedoch auf jede erdenkliche art und weise versagt.