Quote (Master3921 @ Sat, 3 Oct 2009, 19:19)
na wäre doch schön, wenns die Bayern nicht machen würden. Vor der Saison habe ich gesagt, dass sie es mit minimum 10 Punkten Abstand machen werden. Aber da habe ich auch nicht gewusst, wer noch alles verkauft wird, was für Mist aufgestellt und sonst eingekauft wird usw.
Im Endeffekt wäre es doch nur fair, wenn sie für den Mist, den sie fabriziert haben, bestraft werden.
Und trotzdem werden sie dann in der nächsten Saison wieder oben mitspielen aufgrund der - zweifelsohne - guten Arbeit vor ein paar Jahrzehnten und den damit verbundenen Einnahmen, die die Erfolgsfans in die Kasse spülen.
Wenn andere Vereine viele Jahre gut arbeiten und immer an der Spitze mitspielen und sich dann einen teuren Fehleinkauf leisten, wars das mit der Spitze für die nächsten paar Jahre.
und deswegen verstehe ich auch die Kritik der Roten an Hoffenheim oder Wolfsburg nicht, die sich den Erfolg ja "nur erkauft haben".
Natürlich bin auch ich mit dem "Prinzip" (viel einkaufen, ohne irgendwann mal was eingenommen zu haben) dieser Vereine nicht einverstanden, aber dennoch bin ich froh, dass es sie gibt.
Denn sie werden Deutschalnd auf lange Sicht weiterbringen, indem sie 1. selbst viel Kapital haben 2. die Bayern unter Druck setzen.
Und sooooviel investiert wurde dort auch nicht. Wenn man bedenkt, dass sie bei 0 angefangen haben und für bisserl Geld jeweils eine gute Truppe gekauft haben.
Und ich kann auch die ganzen Posts von wegen "Bayern ist die einzige Mannschaft die international was reisst" oder "international muss man zu Bayern helfen wegen deutschem Fussball blabla" nicht verstehen, denn dann dürften keine Posts à la "Wolfsburg VW und sonst nix blabla" kommen.
Bayern ist der einzige Anlaufspunkt für einen Erfolgsfan und hat somit auch mit Abstand am meisten finanzielle Möglichkeiten.
Möglichkeiten, aus denen sie meiner Meinung nach viel zuwenig machen.
Und deswegen wirds Zeit, dass wer kommt und sie aus der Narrenfreiheit rausholt.
Bayern sollte zusehen, dass sie mal die Kurve kriegen.
Natürlich ist es immer schöner geredet als getan, aber viel mehr falsch kann man ja fast schon nimmer machen.
Und wer Ahnung hat, wird mir da auch zustimmen.
der Post ist btw nicht von einem "Bayernhasser" (obwohl ich das natürlich bin) verfasst, sondern von einem Deutschen.
bin trotzdem schon gespannt was ich mir nun anhören muss

teilweise magst du ja recht haben, aber du siehst das imho viel zu einseitig. klar ists leicht sich auf die fehleinkäufe zu stürzen, und dass es davon in den letzten 2 jahren mehr gab als man sich eigentlich erlauben sollte steht auch ausser frage. daneben haben die bayern aber auch immer wieder richtig gute transfers getätigt, zb ribery und toni. oder seinerzeit ze roberto und ballack. du machst es dir übrigens sehr einfach, eine phase in der alle schlecht spielen so zu deuten, dass alle neueinkäufe kollektiv fehleinkäufe waren.
ausserdem ists ja nicht so, als ob die anderen deutschen teams nicht auch mal richtige gurken kaufen. carlos alberto, farfan + engelaar, etc. auch die anderen großen deutschen clubs können sich durchaus mal teurere fehleinkäufe leisten, solange die grundsätzliche qualität in der mannschaft vorhanden ist. (was sie letztes jahr bei schalke nicht war...)
auf jahre zurück wirft ein teurer fehleinkauf erst kleine vereine.
die sache mit wolfsburg und hoffenheim ist nochmal was anderes: spielerisch bereichern sie die liga und international bringt es deutschland sicher weiter, wenn vereine mit finanzkraft kommen. es ist nur etwas befremdlich, wenn leute wie zb du immer die bayern dafür kritisieren es sei keine kunst meister zu werden, wenn man so mit dem geld um sich wirft: wolfsburg hat innerhalb von zwei jahren über 50 mios netto für neue spieler ausgegeben. das ist netto (sic!) deutlich mehr als die bayern in diesem zeitraum, die vor der transferoffensive 07/08 ja auch hargreaves und makaay für zusammen fast 40 mios abgegeben haben. ich finde du machst dich lächerlich, wenn du einerseits argumentierst angesichts der investitionen sei alles andere als die meisterschaft für die bayern ein totalversagen, gleichzeitig aber bestreitest, dass wolfsburgs titel neben der auf jeden fall notwendigen guten arbeit auch zu erheblichen teilen eine
erkaufte meisterschaft war.
die bayern feierten übrigens ihre ersten zwei meisterschaften ohne besondere wirtschaftskraft oder besonders tolle rahmenbedingungen. die bayern gingen einen weg, der allen anderen vereinen auch offen gestanden hätte. hoffenheim und wolfsburg nicht.
wenn du behauptest die bayern seien die einzige anlaufstation für erfolgsfans verzapfst du übrigens bockmist: mindestens 75% der fussballfans von erstligaclubs würden ihrem verein nicht die treue halten, wenn er absteigen und 3 jahre am stück nicht wieder aufsteigen würde. auch in bremen, hamburg oder leverkusen hocken viele fans im stadion, die der gute fussball und der erfolg interessieren und nicht die bedingungslose liebe zum verein. und wie siehts mit hoffenheim und wolfsburg aus? wieviel prozent der hoffenheimfans waren vor 4 jahren schon fans dieses clubs, wieviel prozent fans vom ksc oder vom vfb?
was du über narrenfreiheit und kurve kriegen schreibst unterschreib ich allerdings. angesichts der großen ausgaben vor der saison sind wir dieses jahr mehr oder weniger zum erfolg verdammt... wenn man sich die spiele im uefacup anschaut war wohl die souveräne bundesligasaison 07/08 eher ein ausrutscher nach oben, ich persönlich deute die lage mittlerweile so, dass seit 4 jahren, seit 06/07, irgendwie der wurm drin ist im verein, im kader, im system. was mir besonders sorgen macht ist die einstellung, die mich fatal ans letzte jahr erinnert: "wir sind den anderen potentiell so haushoch überlegen, dass keiner eine chance gegen uns hat, wenn wir gut in form sind. fehlschläge und patzer sind nicht so schlimm, irgendwann greift das system van gaal schon und dann machen wir die liga platt und holen locker allen rückstand auf, egal wieviel punkte wir bis dahin liegen lassen."
nein verdammt, erkennt doch endlich mal die zeichen der zeit: die konkurrenz hat aufgeholt, man besiegt clubs wie köln oder mainz nicht mehr im vorbeigehen, man kann auch in bestform niederlagen gegen die direkte konkurrenz nicht mehr ausschließen. arroganz stärkt einen, solange man dann auch den entsprechenden erfolg hat. diese neue bayernarroganz aber, mit der misserfolg unter den teppich gekehrt und eine verarbeitung und weiterentwicklung verhindert wird, bricht dem verein irgendwann noch das genick! wenn die mannschaft und das umfeld weiter mit dieser einstellung an die sache geht wirds dieses jahr definitiv wieder nix mit der meisterschaft.
This post was edited by Black XistenZ on Oct 3 2009 07:13pm