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Freilich sind die extrem kräftigen Muskeln des untersuchten Jungen kein Erfolg aus dem Genlabor, sondern das Ergebnis einer natürlichen Mutation.
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Nicht nur der Junge, sondern auch seine Mutter, eine professionelle Sprinterin, tragen das mutierte Gen in sich. Beim Kind fanden die US-Forscher gleich zwei Kopien des veränderten Gens, bei der Mutter hingegen nur eine.
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Die Mutation führt dazu, dass nur fehlgebildete Proteine produziert werden. Im Blut des Knaben fanden die Mediziner keinerlei Myostatin. Das Protein wird normalerweise in den Muskeln gebildet, zirkuliert über das Blut und wirkt ausschließlich auf Muskelzellen. Der genaue Mechanismus ist noch nicht verstanden, doch offenbar bremst Myostatin die Entwicklung von Muskelstammzellen.
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"Wahrscheinlich wird es noch mehr Menschen mit dieser Mutation geben - aber es ist schwer, sie zu finden." Bei einer Studie an vierzig Bodybuildern in den neunziger Jahren hatten Mediziner in keinem einzigen Fall veränderte Gene entdeckt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,305616,00.html