Wie äußert sich eine Telefonphobie?
Menschen, die Angst vor dem Telefonieren haben, befürchten, sich während des Gesprächs zu verhaspeln, zu blamieren und womöglich vom Gegenüber abgewertet zu werden. Ein eingehender Anruf kann sich für Betroffene anfühlen wie ein Angriff. Sie reagieren mit körperlichen Symptomen, die auch für andere Angststörungen und mitunter auch eine Panikattacke typisch sind:
Herzrasen (Tachykardie) und Herzklopfen
Atemnot (Dyspnoe)
Schweißausbrüche und schwitzige Hände
Zittern
Erröten
Einnässen (Enuresis)
Um dem zu entgehen, setzen Betroffene häufig auf Vermeidungsstrategien: Sie gehen gar nicht erst ans Telefon, lassen Anrufe
direkt auf die Mailbox umleiten oder verschicken Text- oder Sprachnachrichten.
Offen mit der Angst umgehen
Die Angst vor dem Telefonieren ist häufig mit Scham besetzt. Dabei sollte die Telefonphobie kein Tabuthema sein: Umfragen zufolge ist
fast jede*r Dritte der 12- bis 19-jährigen Deutschen betroffen. Ein Austausch mit anderen Betroffen kann helfen!
