Quote (Black XistenZ @ 15 Dec 2020 05:57)
trotz aller der angstkampagnen auf allen kanälen haben die meisten menschen unter 55 eben doch begriffen, dass ihnen persönlich kaum ein risiko durch corona droht. im märz/april hatten viele leute noch echte angst, aber mittlerweile klappt das nicht mehr. und nur aus "solidarität" mit alten mumien fahren die leute eben nicht für monate ihr leben runter. das ist wieder derselbe denkfehler, den unsere "eliten" in politik und medien schon bei der flüchtlings- und euro-krise hatten: man überschätzt völlig, zu wie viel solidarität mit wildfremden das gemeine volk bereit ist.
dazu kommt dann im fall von corona noch eine grottenschlechte kommunikation: im sommer, als die situation entspannt war, haben merkel, söder, lauterbach und die virologen weiter aus allen rohren vor der zweiten welle gewarnt, die 5 monate lang stets unmittelbar bevorstand. dadurch sind die leute gegenüber diesen warnungen abgestumpft, und als ab oktober wirklich die zweite welle kam, hat keiner mehr die warnungen ernst genommen und das volk war corona-müde. zudem natürlich die völlige unfähigkeit, der bevölkerung irgendeine perspektive oder langfristige lösung anzubieten. immer ging es nur um die frage "harter lockdown, ja oder nein", aber nie darum, wie es nach einem etwaigem harten lockdown eigentlich weitergehen soll, angesichts noch mindestens 2 weiterer wintermonate nach seinem ende.
auch diesbezüglich hat die regierung mal wieder völlig versagt - wenn den menschen ein lockdown bis zum sankt nimmerleinstag droht, lassen sie es lieber vorher nochmal so richtig krachen. es wäre für die bereitschaft der bevölkerung, sich an die regeln zu halten, wesentlich sinnvoller, zu sagen "lockdown bis 10. januar, definitiv nicht länger, egal wie die zahlen dann aussehen" als jetzt schon wieder anzufangen mit "könnte auch länger dauern" oder "wir müssen die inzidenz unter (den von uns willkürlich festgelegten wert von) 50 neuinfektionen pro 100k einw. pro woche bringen, egal wie lange das dauert, whatever it takes". :wallbash:
Habe aktuell auch mein corona all time down und exakt daran liegt es bei mir.
Im März war das ganze so spontan und auch konsequent durchgezogen, dass das ganze überhaupt nicht so dramatisch für mich war.
Aber nun ist man natürlich mit der selben Erwartung daran gegangen und habe mir gesagt, es ist ja nicht so schlimm. einfach die Auszeit nutzen und mal intensiv 1-2 Monate zuhause am fingerboard trainieren und mehr Zeit für die thesis. Nun wird der lockdown ständig verlängert, nix 1-2 Monate und ich frage mich ernsthaft, wofür ich mich überhaupt alle 2 Tage ans Board hänge und meine Laufschuhe anziehe, wenn ich gar kein Licht mehr am Ende des Tunnels sehe.
Habe deswegen jetzt schon knapp zwei Woche meine Laufschuhe nicht mehr angesehen und hänge nur noch 1-2x die Woche am fingerboard.
Dazu kommt natürlich noch, dass die ganzen Maßnahmen für meine Gegend völlig absurd hoch sind und ich weder im privaten, noch beruflichen Umfeld jemanden kenne der den Quatsch jemals hatte.