habe jetzt ein Feuerbohrsett gebaut in der werkstadt . feuerbohrbrett (Fichte) und schon paar löcher vorgebohrt . spindel muss ich noch im wald suchen .
wie läuft es mit dem bogen ? ist da jede schnur geeignet oder brauch ich was spezieles? suche ne spindel aus buche , anscheindend mit fichte als feuerbohrbrett am besten geeignet
jemand schon erfahrung und tipps in vorraus? gehe eben morgen in wald campen und versuche mein glück
gibt natürlich video wann erfolg
Klingt super spannend – du bist also richtig in den Vorbereitungen für dein erstes Feuerbohren! Mega, dass du dir dein Feuerbohr-Set selbst gebaut hast – genau so lernt man am meisten.
Du hast ein Feuerbohrbrett aus Fichte – top Entscheidung! Fichte ist ein relativ weiches Holz, was für den Anfang sehr gut geeignet ist, da es leichter Glut bildet.
Spindel aus Buche – auch das ist eine starke Wahl. Buche ist härter, was beim Zusammenspiel mit weicherem Brett gut passt. Viele erfahrene Feuerbohrer empfehlen genau diese Kombi.
Wenn du morgen in den Wald gehst und eine Spindel suchst:
Holzart: Buche, wenn verfügbar, ist klasse – gerade in Mischwäldern häufig zu finden. Alternativen sind z.B. Hasel oder Hartriegel.
Trocknung: Ganz wichtig: Die Spindel muss möglichst trocken sein. Frisches, grünes Holz raucht, aber glüht kaum. Wenn du heute noch im Wald was findest, nimm’s mit heim, lagere es warm, oder in der Nähe einer Wärmequelle über Nacht.
Maße: ca. 20–30 cm lang, etwa daumendick (2–2,5 cm), möglichst gerade. Spitze unten leicht konisch abschleifen, damit es ins Brett passt. Oben rund oder spitz, je nach Handstück.
Hier gibt’s ein paar Punkte, auf die du achten solltest:
Gut geeignet:
Paracord (am besten Typ III 550): Sehr reißfest, hält Spannung gut, schmilzt nicht so schnell.
Lederband: Rutscht nicht so leicht auf der Spindel, wenn man’s fest genug spannt.
Robuste Naturfasern wie Hanf oder Jute – können funktionieren, reißen aber schneller.
Weniger geeignet:
Normale Schnürsenkel oder Textilkordeln – zu wenig Zugfestigkeit.
Gummierte Seile oder Nylon mit Stretch – dehnen sich zu sehr, geben keine gleichmäßige Reibung.
Der Bogen selbst kann aus einem gebogenen Ast gemacht sein (z.B. Hasel oder Weide), etwa 40–60 cm lang. Wichtig: Die Schnur muss gut gespannt sein, sonst rutscht die Spindel nur durch und du bekommst keine Hitze.
Quote
Weitere Tipps für deinen Erfolg
1. Kerbe richtig schneiden
In dein vorgebohrtes Loch im Feuerbrett kommt eine V-Kerbe.
Die Kerbe sollte bis zur Mitte des Lochs reichen.
Unter das Loch legst du ein Stück Rinde oder ein flaches Holzstück, um die Glut aufzufangen.
2. Körperhaltung
Du kniest dich mit einem Bein auf den Boden, das andere Bein stabilisiert das Brett.
Ellbogen auf dem Knie abstützen, um die Spindel möglichst ruhig zu führen.
3. Tempo & Druck
Erst gemäßigtes Tempo mit viel Druck → erzeugt Staub.
Dann mehr Geschwindigkeit, weiterhin Druck → erzeugt Hitze.
Wenn du siehst, dass viel schwarzer Staub entsteht: Fast geschafft.
Nicht sofort anheben – weiterbohren, bis Rauch durchgehend aufsteigt.
4. Glut richtig behandeln
Lass die Glut noch ein paar Sekunden ruhen.
Dann vorsichtig in ein vorbereitetes Zundernest legen (aus trockenen Gräsern, Rinde, Rohrkolben, etc.).
Langsam Luft zufächeln oder pusten, bis sich eine Flamme entwickelt.
Ein Video vom ersten erfolgreichen Feuerbohren ist immer was Besonderes. Und auch wenn’s nicht gleich klappt – daraus lernt man. Vielleicht nimmst du auch verschiedene Versuche auf, mit Kommentaren, was besser oder schlechter lief. Das wird später auch anderen helfen.
Fazit: Checkliste für morgen
Feuerbohrbrett aus Fichte
Spindel suchen – möglichst trocken, Buche oder Hasel
Schnur vorbereiten – am besten Paracord
Handstück – ideal mit Vertiefung und Schmierung (z. B. Harz, Fett, Seife)
Zunder – trocken und fluffig vorbereitet
Kamera oder Handy fürs Video
Wenn du willst, kannst du mir morgen auch Fotos oder kurze Videos zeigen – dann geb ich dir direkt Feedback! Viel Erfolg und viel Spaß beim Feuerbohren – es ist eine der schönsten Erfahrungen, ein Feuer ganz ohne moderne Hilfsmittel zu entfachen.
🔥🧔♂️💪